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Zur Geschichte der Oberpfalz (Pfalzgrafschaft)
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english
- 1180
- Kaiser Friedrich Barbarossa belehnt den Wittelsbacher Otto I. mit dem Herzogtum Bayern.
- 1214
- Die Rheinpfalz kommt zu Bayern.
- 1245
- Regensburg , eine der bedeutendsten deutschen Handelsstädte,
wird freie Reichsstadt.
- 1255
- Durch die erste Teilung Bayerns erhält Ludwig der Strenge Oberbayern,
das ein beträchtliches Stück über die Donau in die heutige Oberpfalz
hineinreicht und die Rheinpfalz, sein Bruder Heinrich XIII. erhält Niederbayern.
- 1268
- Das ursprünglich zur bayerischen Nordmark, dann zur bayerischen
Markgrafschaft Nordgau gehörige Gebiet fällt als Pfand an die
Herzöge von Bayern.
- 1322
- Kaiser Ludwig der Bayer verpfändet das Egerland an den
böhmischen König, Johann von Luxemburg,
als Dank dafür, daß dieser ihm im Streit um den Kaiserthron Kriegshilfe geleistet hat.
- 1329
- Kaiser Ludwig der Bayer überträgt im Hausvertrag von Pavia
den Söhnen seines Bruders Rudolf einen großen Teil der Oberpfalz
(Nordgau) und die Rheinpfalz (oder Kurpfalz), deren Hauptstadt Heidelberg war.
Zum Unterschied von der Pfalz am Rhein nannte man das bayerische Land mit der
Hauptstadt Amberg, wo die Stadthalter der pfälzischen Kurfürsten
saßen, "der Pfalz Land in Baiern" oder "unsere Pfalz gen
Amberg", bis schließlich der 1513 erstmals urkundlich bezeugte Name
die "Obere Pfalz" aufkam.
- 1355
- Karl IV., der nach Ludwig dem Bayern deutscher König und
abendländischer Kaiser wurde, erwirbt Teile des Nordgaus und macht
Sulzbach zur Hauptstadt "Neuböhmens".
- 1410
- fällt das Gebiet, etwas verkleinert an König Ruprechts
von der Pfalz Sohn Johann (Pfalz- Neumarkt),
- 1448
- an Pfalz-Mosbach (und teilweise kurzfristig an Pfalz-Simmern),
- 1499
- an die Hauptlinie Pfalz.
- 1618-1648
- Im 30jährigen Krieg ist die Oberpfalz Hauptkriegsschauplatz und wird
schwerstens heimgesucht. Viele Orte - manche davon sogar mehrmals - werden
niedergebrannt. Von den über 100 Eisenhämmern sind nur noch 40 in
Betrieb. Die Bevölkerung wurde stark dezimiert.
- 1621
-
wird das früh lutherisch gewordene Gebiet von Bayern besetzt und seit
1625 rekatholisiert.
- 1628
-
Kurfürst Maximilian von Bayern löst die 300jährige
kurpfälzische Herrschaft ab. Die Oberpfalz wird wieder bayerisch.
- 1631
- erhält Bayern die Belehnung mit Gütern Böhmens. Die zum
bayerischen Reichskreis zählende Oberpfalz besteht aus zwei getrennten
Hauptteilen zwischen denen das Fürstentum Sulzbach, das bambergische Amt
Vilseck, die Grafschaft Sternstein und die Landgrafschaft Leuchtenberg liegen.
Zum südlichen Hauptteil gehören die Pfleggerichte Amberg, Pfaffenhofen, Haimburg, Rieden, Freudenberg, Hirschau, Nabburg, Neunburg vor
dem Wald, Wetterfeld, Bruck, Retz, Waldmünchen, Murach und
Treswitz-Tenesberg, zum nördlichen Teil die Pfleggerichte Bernau,
Eschenbach, Grafenwöhr, Holnberg, Kirchentumbach, Auerbach und Hartenstein,
das Kastenamt Kemnat, das Landgericht Waldeck und die Herrschaft Rothenberg.
Darüber hinaus befinden sich noch kleinere Teile innerhalb des
nürnbergischen Gebietes.
- 1663
- Der immerwährende Reichstag des Heiligen Römischen Reiches
Deutscher Nation nimmt seinen Sitz in Regensburg bis 1806.
- 1677
- kommt das 1614 abgetrennte Sulzbach wieder zur Oberpfalz zurück.
- 1705
- Während des Spanischen Erbfolgekrieges (1701-1714) erheben sich die
Oberpfälzer Bauern vergeblich gegen die Zwangsrekrutierungen der
österreichischen Besatzung.
- 1740-1748
- Im Österreichischen Erbfolgekrieg verwüsten die Pandurenhorden der Kaiserin Maria Theresia unter dem Obristen Franz von der Trenck die
Oberpfalz.
- 1748
- Die Fürsten von Thurn und Taxis werden Prinzipalkommissäre beim
Reichstag, d.h. ständige Vertreter des Kaisers.
- 1803
- Durch die Säkularisation kommt der bayerische Staat in den Besitz
aller Klöster und des Hochstifts Regensburg. Regensburg fällt
als letztes geistliches Fürstentum an den Fürstprimas Carl
Theodor von Dalberg.
- 1803
- wird das bambergische Amt Vilseck und das Kloster Waldsassen, 1806
Sternstein und 1816 das Amt Marktredwitz bayerisch.
- 1806
- Die vielfältigen Gebiete werden im "neuen Bayern"
verschmolzen (Mediatisierung). Bayern wird Königreich.
- 1808
- Bayern schafft als erster Staat Europas die Leibeigenschaft ab.
Erstes Verfassungsdekret ("Konstitution").
- 1810
- Das geistliche Fürstentum Regensburg wird aufgelöst.
Kommt nach Bayern und die Stadt Regensburg löst Amberg ab und
wird Hauptstadt des Regenkreises.
- 1837
- Die Oberpfalz erhält im wesentlichen ihre heutige Gestalt und die
Bezeichnung "Oberpfalz und Regensburg".
- 1859
- Die erste Eisenbahn fährt in der Oberpfalz.
- 1870/71
- Im Deutsch-Französischen Krieg tritt Bayern dem Deutschen Reich bei.
- 1934
- Bayern verliert sämtliche Hoheitsrechte an das Deutsche Reich.
- 1945
- Bayern wird amerikanische Besatzungszone. Die Pfalz links des Rheins wird
abgetrennt. Viele Vertriebene, insbesondere aus dem Sudetenland finden in der
Oberpfalz eine neue Heimat.
- 1946
- Das bayerische Volk billigt in einer Abstimmung die neue bayerische
Verfassung.
- 1972
- Im Rahmen der Gebietsreform hat die Oberpfalz starke Veränderungen
erfahren. Aus 19 Landkreisen wurden 7. Teile Niederbayerns mit Kötzting
und Lam kamen zum oberpfälzischen Landkreis Cham.
Das untere Altmühltal mit Riedenburg wurde dem niederbayerischen
Landkreis Kelheim eingegliedert. Beilngries kam zu Oberbayern.
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Stand: 20-Feb-97 (fz)
Kommentare und Ergänzungen bitte per email an Franz Ziegler:
100336.1243@compuserve.com